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Texas Holdem: die Regeln PDF
Geschrieben von Daniel Sulzer   
Saturday, 02. June 2007 - 18:15 Uhr

Die Geschichte von Texas Hold'em Poker nahm, wie es der Name suggeriert in Texas seinen Anfang. 1967 wurde Texas Hold'em zum ersten Mal in einem Casino in Las Vegas gespielt. In einigen anderen Staaten war das Spiel zu dieser Zeit noch verboten. Ein irischer Buchmacher brachte das Spiel schliesslich nach Europa. In dieser Folge versuche ich die Regeln von Texas Hold'em zu erklären - was nicht ganz einfach ist.

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die "hole cards" oder Handkarten


Der Ablauf

Vereinfacht sieht der Ablauf eines Texas Holde'm Spiels folgendermassen aus. Zugunsten einer besseren Übersicht verzichte ich hier noch auf Details des Bietens.

Preflop

Ausgehend vom Dealerbutton werden je zwei Handkarten ("Hole Cards") verdeckt ausgeteilt - und zwar im Uhrzeigersinn. Die Karten werden angeschaut, und die Spieler haben die Möglichkeit zu bieten.

The Flop

Drei "Community cards" genannt "Flop" werden offen auf den Tisch gelegt. Zusammen mit den zwei Handkarten ergibt das die erste Pokerhand ("poker is a five-card-game"). Erneut haben die Spieler die Möglichkeit zu bieten.

The Turn

Eine weitere Karte wird offen, neben dem flop auf den Tisch gelegt. Die Spieler können nun aus sechs Karten die beste Pokerhand zusammenstellen. Die Spieler können erneut bieten.

The River

Die letzte Karte wird offen auf den Tisch gelegt. Nun können die Spieler aus den fünf "community cards" und den zwei Handkarten die best mögliche Pokerhand bilden. Die Spieler können zum letzten Mal bieten.

Showdown

Die Spieler welche noch dabei sind, zeigen ausgehend vom Spieler der zuletzt geboten hat ihr Blatt ("hand"). Eine verlierende Hand muss nicht gezeigt werden. Die beste Pokerhand gewinnt den Pot.


Die Position

Der "Dealerbutton" zeigt die Position des Kartengebers an, auch wenn die Karten von einem unabhängigen Dealer verteilt werden. Es ist die stärkste Position am Tisch, weil der Dealer nach dem Flop als Letzter in der Runde dran kommt, und sich so eine gute Übersicht verschaffen kann, wie stark seine Gegener sein könnten. Der Dealerbutton wandert nach jedem Spiel um eine Position nach links.

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die Positionen Dealer, Small- und Big Blind


Das Bieten

Der "Small Blind" und der "Big Blind"

Bevor überhapt Karten verteilt werden kauft der Spieler links vom Dealer den "Small Blind" und der zweite Spieler links vom Dealer den "Big Blind". Die Höhe des "Big Blind" kann je nach Modus variieren. Bei Turnieren ist es üblich den Preis für den "Big Blind" im Verlaufe des Turniers zu erhöhen (mehr zu Turnieren in einer späteren Folge). Der "Small Blind" ist die Hälfte des "Big Blind" wobei die andere Hälfte zu entrichten ist, wenn der Spieler seine Karten gesehen hat und am Spiel teilnehmen möchte. Für alle anderen Positionen gilt, falls niemand den Einsatz erhöht, den Betrag des "Big Blind" auf den Tisch zu legen falls sie am Spiel teilnehmen wollen. Ihr Vorteil ist, dass sie ihre Karten einsehen können bevor sie für die Karten zahlen.Vorallem bei Turnieren kann ein hoher "Big Blind" wie ein Damoklesschwert über den "chipschwachen" Spieler hängen.

Check, Call, Raise, Reraise und Fold

Nachdem die Handkarten verteilt wurden (Preflop) eröffnet der Spieler links vom "Big Blind" das Spiel. Er hat noch keinen Einsatz gezahlt und hat jetzt folgende Optionen:

  • Fold: Er hat schlechte Karten und nimmt nicht am Spiel teil
  • Call: Er zahlt für seine Karten (den Big-Blind-Betrag)
  • Raise: Er erhöht den Einsatz (bei guten Handkarten)

Nehmen wir an der betroffene Spieler hat einen Raise in der Höhe von 1000 gemacht, und der "Big Blind kostet 200.
Der Spieler links von ihm hat nun seinerseits folgende Optionen:

  • Fold: Seine Karten sind nicht gut genug und er nimmt nicht am Spiel teil
  • Call: Er zahlt für seine Karten (den Big-Blind-Betrag) plus die 1000 die erhöht wurden, also gesamthaft 1200.
  • Reraise: Er erhöht den Einsatz nochmals (bei guten Handkarten)

Zwei oder mehrere Spieler können sich so gegenseitig überbieten und das kann so weit gehen, dass es erst endet wenn alle Spieler bis auf einen ihre ganzen Chips im Pot haben, oder ein Raise eine Runde lang nicht "reraised" wird - dann endet die Bietrunde beim Spieler rechts vom Spieler der den letzten Raise gemacht hat.
Falls niemand einen Raise macht, endet die Bietrunde beim Spieler der den "Big Blind" gekauft hat. Der kann jetzt einen Raise anbringen (die anderen haben für ihre Karten bereits gezahlt, und wenn sie folden bleibt ihr Geld im Pot) oder checken (mit dem Finger den Tisch berühren) da er den "Big Blind" ja bereits bezahlt hat.

Der Flop wird auf den Tisch gelegt. Der Spieler links vom Dealer eröffnet die Runde. Das macht er solange bis er ausscheidet. Dann eröffnet der nächste aktive Spieler links von ihm die Bietrunden. Das Bieten erfolgt analog zum "Preflop". Der Spieler der die Runde eröffnet kann checken oder raisen.


"Im aggressiven Hold'em Spiel sind die Techniken des Bietens die eigentliche Waffe"


Analog zu den bisherigen Bietrunden verläuft das Spiel nach dem "Turn" und nach dem "River". Ein Spieler der in der abschliessenden Runde den letzten Raise macht, muss seine Karten auf den Tisch legen sofern er "gecallt" wird. Erfolgt kein Raise, offenbart der erste aktive Spieler links vom Dealer seine Karten. Wie bereits erwähnt muss eine verlierende Hand nicht gezeigt werden, was in der Fachsprache "to muck" heisst.

Die beste Hand gewinnt den Mainpot - über Sidepots ein anderes Mal

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Die beste Kombination aus "communitiy-" und "holecards": ein Flush


Üben, üben und nochmals üben...

Die Regeln im Texas Hold'em Poker erscheinen auf den ersten Blick etwas kompliziert, sind es aber nicht. Die Vor- und Nachteile der Positionen am Spieltisch und die Techniken beim Bieten, müssen erlebt werden und können nur schlecht theoretisch erfasst werden. Die beste Gelegenheit zu üben, bieten die Online-Poker-Portale. Beim Onlinepoker können Techniken ausprobiert werden, ohne gleich Casinoverbot zu bekommen. Bluffen zu Hause vor dem Bildschirm ist um einiges leichter als an einem Tisch im Casino. Es gibt zahlreiche Pokerplattformen im Netz - aber nur eine die ich empfehlen würde - Poker Stars - den Link habe ich unter den Artikel geposted. Auf Poker Stars kann man gratis mit Spielgeld pokern - sogar Pokerprofis üben zum Teil an diesen Spielgeldtischen. Als Anfänger sollten Sie das Spiel um echtes Geld vorläufig vermeiden.

Das wars für dieses Mal - in der nächsten Folge berichte ich über die Werte der verschiedenen "pokerhands" und über die "preflop" Gewinnwahrscheinlichkeiten der Handkarten und eine damit verbundene erste Strategie.


so long

 
 
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