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Bei schönem Wetter treffen sich sich regelmässig am Sonntag Nachmittag bis zu acht Fussballteams in der Freiburger Unterstadt zur Meisterschaftsrunde der LaLiga. Friburger.ch traf den Ligapräsidenten Gabriel Rotzetter, welcher Auskunft über die Philosophie, die Regeln und die Logistik der LaLiga gab.
Fotos: Tobias Kilchör
Während sich viele Fussballer täglich in den unteren Ligen durch die Trainings quälen, gehen die Spieler der LaLiga andere Wege. Nur bei schönem Wetter trifft man sich an den Wochenenden gegen 16 Uhr hinter den Gärten in der Freiburger Unterstadt zum Fussball-Plausch. Wobei anzumerken ist, dass wohl die meisten der LaLiga'ler sich ihr Know-how über den klassischen Bildungsweg holten. Nämlich in den oben erwähnten zweiten, dritten, oder vierten Ligen. Die LaLiga ist aber nicht nur die schönste Meisterschaft, sondern auch die gemütlichste. Denn es geht nicht in erster Linie um den Sieg oder um den Tabellenrang, sondern um das ungezwungene Spiel, wie der der Liga-Präsident Gabriel Rotzetter auch im Beitrag von friburger.TV erklärte.
"Schutte, ohne gross zu trainieren"
Der Profi-Fussball in der zweiten, dritten und vierten Liga sei sehr aufwendig, mit bis zu zwei Trainings pro Woche und am Wochenende häufig noch Meisterschaftsspiele. Und trotz des ganzen Aufwandes sei es durchaus möglich, dass ein solchermassen fleissiger Spieler nur Reserve sein könne. Und das könne es ja dann nicht gewesen sein.
"Schutte, ohne gross zu trainieren (...) und Equipen-Denken sollte nicht so wichtig sein", meint Rotzetter zur Philosophie der LaLiga. Schliesslich treffe man sich auch mal unter der Woche am Donnerstag, zum noch gemütlicheren Fussball-Plausch. Und so ist es offensichtlich, dass man sich und seine Mannschaft nicht allzu wichtig nimmt, denn es kann ja passieren, dass sich ein Spieler beim donnerstäglichen Hobby mit seinem (am Meisterschaftswochenende zuvor noch brutal gefoulten Gegner) im gleichen Team wieder findet.
Der Präsident
"Professionelle Strukturen"
Aber sonst hat die LaLiga fast genau die gleichen Strukturen wie der restliche Schweizer Fussballbetrieb: Eine bis ins Detail geplante Meisterschaft, mit fixen Anspielzeiten, ein aufwändiges Regelwerk (keine Tacklings, Rückpass zum Torhüter erlaubt, kein Schiedsrichter), sowie einer mittels Webseite, E-mail und SMS-Benachrichtigungen sehr effizienten Kommunikation. So weiss jeder Spieler, wann der nächste Match ist, oder ob er sogar für die Buvette verantwortlich ist. Die Bewirtung ist übrigens ein erst vor kurzem eingeführter Service - im Angebot hat es die bekannten Standard-Fussballgetränke, welche regional- und saisongerecht von der örtlichen Brauerei hergestellt werden.
Veränderung an der Tabellenspitze
Am vergangenen Wochenende wurde aber auch noch Fussball gespielt. Im Spitzenspiel schlug der Tabellenführer Absaanetùur in einem sehr ausgeglichenen Spiel das Team ZFAS mit 5:4. Trotz einer guten Torhüterleistung verlor der Spitzenreiter die anschliessende Penaltycup-Runde mit 0:3. So gelang es auch dem bisherigen Torschützen-Leader Oil of Olaf nicht, denn Ball aus rund 6 Metern im Netz zu versenken. Im Spiel traf er einmal zwischen die Pfosten, wurde aber trotzdem von Dominator im Torschützen-Klassement auf den zweiten Rang verwiesen. ZFAS verlor mit dieser Niederlage nicht nur das Spiel, sondern auch den zweiten Tabellenrang an Pressing Drama. Das Team um Liga-Präsident Rotzetter schlug Niflheim diskussionslos 8:2 und bleibt mit nur drei Punkten Rückstand dem Leader Absaanetùur eng auf den Fersen. Eine spannende Ausgangslage für die nächste Runde, treffen doch am 20. Mai die beiden ersten der Tabelle aufeinander. Schafft es Pressing Drama, mit Absaanetùur gleichzuziehen oder fällt bereits eine Vorentscheidung der Meisterschaft? Am nächsten Sonntag um 16 Uhr gibt es hinter den Gärten die Antwort.
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